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V O L K S H E I M S I E D L U N G
Jänickendorfer Straße/Gottower Straße
Volksheimsiedlung
Architekt: Willi Ludewig 1928-32
In das Projekt der Gewerkschaftshaus- und Volksheim GmbH werden alle verfügbaren Hauszinssteuern der Stadt gelenkt.
Anders als in den beiden anderen Siedlungen wird ausschließlich Mietwohnungsbau in drei- und viergeschossigen Wohnbauten gebaut.
Architekt ist Willy Ludewig, der Chefarchitekt der 'Märkischen Wohnungsbau', der bereits bei der Siedlung Auf dem Sande unterstützend für die Gewoba in Luckenwalde gearbeitet hat.
Geschoßgrundrisse 1930
Geschoßgrundrisse 1930
Volksheimsiedlung, Aufnahme 2003
Volksheimsiedlung 2003

Die Grundstruktur der Siedlung bilden Zeilen beiderseits eines trapezförmigen zentralen Platzes mit Heizhaus und Waschküche und einem Spielplatz. Jeweils zwei Zeilen werden durch einen zweigeschossigen Kopfbau verbunden, so dass ein langgezogener Hof entsteht. Gestalterisch dominieren glatte Putzflächen mit Klinkerpartien.
Die - kleinen - Wohnungen sind mit Zentralheizung, Kastendoppelfenster und einer Einbauküche ausgestattet, die aus der ‚Frankfurter Küche' von Margarete Schütte-Lihotzky abgeleitet ist.
Modell der Anlage
Modell der Anlage
Die zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Weltwirtschaftskrise führen zu Einschränkungen der Ausstattung und zu einer weiteren Verringerung der Wohnungsgrößen.

Trotzdem bleiben immer mehr Wohnungen unvermietet, weil angesichts der hohen Arbeitslosigkeit die Wohnungen für viele Familien zu teuer sind. Dies betrifft auch zunehmend den unteren Mittelstand und die Facharbeiterhaushalte, die vorzugsweise die Mieterschaft der Siedlung stellen. Nach dem Konkurs der Gesellschaft übernimmt Anfang 1933 die neu gegründete städtische Volksheim-Gesellschaft die Siedlung.
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